Rotmilan

 

Der Lebensraum des beeindruckenden Greifvogels mit einer Spannweite von bis zu 1,70 m und gegabeltem Schwanz, im Volksmund auch Gabelweihe genannt, sind offene, abwechslungsreiche Landschaften mit einem Mosaik aus Äckern, Wiesen, Weiden und Wäldern.

 

Seine Horste baut der Rotmilan meist am Rande lichter Altholzbestände oder in Feldgehölzen auf Eichen, Buchen und Kiefern.

 

Der bundesweite Brutbestand des Rotmilans, ca. 15.000 Paare, beträgt 50 - 60 % der Weltpopulation, womit Deutschland eine besonders hohe Verantwortung für die streng geschützte Art trägt.

 

Seine Bestände sind jedoch seit den 1990er Jahren stark rückläufig. Durch Umstellung und Intensivierung der Landwirtschaft, einhergehend mit vermehrtem Einsatz von Pestiziden und Rodentiziden, leidet die Art unter der immer schlechter werdenden Nahrungssituation.

 

Zudem verhindert der mittlerweile ganzjährig erfolgende Holzeinschlag immer häufiger erfolgreiche Bruten des störungsempfindlichen Greifvogels.

 

Der Rotmilan gehört zu den Arten, die am meisten von Kollisionen mit Windkraftanlagen, vor denen er keinerlei Scheu zeigt, betroffen sind. Zusammen mit dem Mäusebussard führt der Rotmilan eine von der staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg geführte Liste der gefundenen Schlagopfer unter Windrädern an.

 

Als Grundlage zum Schutz des Rotmilans und anderer Greifvogelarten führt MUNA Kartierungen im gesamten Odenwald und  an der Bergstraße durch.