Natur- und Umweltschutz

 

 

 



Naturschutz allgemein


Einige der wichtigsten Ziele von MUNA e.V. ist die politische Einmischung zur Ausgestaltung von Rahmenbedingungen und Zieldefinitionen im klassischen und allgemeinen Natur- und Umweltschutz.

 

Hierzu zählen die Förderung und Etablierung von Artenschutzmaßnahmen im Rahmen der Eingriffsreglung von Planverfahren, sowie die Erarbeitung von Normen und Richtlinien im Rahmen von Gebäudesanierungen und Neubauten in Bezug auf gebäudebewohnende Arten, also der Artenvielfalt im Siedlungsbereich. Weiterhin gesetzliche Regelungen zum Natur- und Artenschutz im Rahmen der Naturschutzgesetzgebung, Bauleitplanung, Natura 2000-Gebietsmanagement und Berichtspflichten zu den europarechtlich geschützten Arten. 

 

MUNA e.V. kauft naturschutzfachlich wertvolle Flächen und pflegt diese selbst. Wir führen zahlreiche spezielle artenschutzfachlichen Maßnahmen, wie Bau- und Sanierung von Trockenmauern, Anlage von Teichen, Entbuschung ehemaliger Magerrasen, Pflege von Streuobst, Pflanzung und Pflege von Hecken und Säumen, Nistkastenprojekte und Installation von Brutplattformen für den Schwarzstorch durch. 

 

Gezielte Artenschutzprojekte dienen auch dem Erhalt und der Förderung einzelner bedrohter Arten, z.B. dem Schutz und der Wiederansiedlung regional bedrohter Arten, wie dem Steinkauz, dem Kammmolch, verschiedenen Fledermausarten, der Mauereidechse, um nur einige Beispiele zu nennen.

 

Unser Verein beteiligt sich in der öffentlichen Ausarbeitung von Stellungnahmen zu Pflegeplänen für Naturschutzgebiete, FFH- und Vogelschutzgebiete, Stellungnahmen zu Bebauungsplänen und vielem mehr.

 

Um unserer Arbeit mehr Gewicht zu verleihen, sind wir auf Ihre Spenden und auf Fördergelder angewiesen.  


Artenvielfalt und Unabhängigkeit bewahren


In zahlreichen Fällen sind private Institutionen, aber auch öffentliche Einrichtungen bei Forschungsprojekten zur Etablierung von Standards im Bereich Umwelt- und Naturschutz sowie bei der Erarbeitung von Maßnahmenkonzepten vielen Zielkonflikten unterworfen. Selbst bei größeren Naturschutzorganisationen sind politische Vernetzungen und Abhängigkeiten häufig so tief verankert, dass sie nicht mehr frei und unabhängig für ihre Ziele eintreten können. Auch akzeptieren diese mittlerweile einen stetigen weiteren Schwund der heimischen Artenvielfalt und somit einer lebenswerten und gesunden Umwelt.

 

MUNA e.V. versteht sich als unabhängige Institution, die durch Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben Rahmenbedingungen und Leitlinien frei von äußeren Zwängen erarbeiten kann. Im Vordergrund steht die Etablierung von Leitlinien und Maßnahmenkonzepten, die im Rahmen von Bauprojekten, der Nutzung neuer Technologien, der Stadtentwicklung und bei Artenhilfsmaßnahmen wichtig sind. Siehe hierzu unseren Vorschlag für DIN-Baunormen zum Erhalt bzw. der Neuschaffung von Fledermauslebensstätten an Gebäuden oder der artenschutzfachlich nachhaltigen Nutzung regenerativer Energien, siehe Veröffentlichungen.

 

Ziel solcher Untersuchungskonzeptionen ist die Erarbeitung von wissenschaftlichen Standards und Leitfäden zur Handreichung für Politik, Genehmigungsbehörden sowie für Umweltorganisationen.

 

Weiterhin helfen wir mit, Wissenslücken bei speziellen Fragestellungen zu schließen, die das Verständnis artökologischer Wirkprozesse bei bedrohten Arten  betreffen und somit zu deren Erhaltung beizutragen.

 

Eines unserer Projekte, die auf Vergleichsflächen in Baden-Württemberg und Hessen durchgeführt werden, ist das bioakustische Monitoring von Fledermausarten in unterschiedlichen Lebensräumen.

 

Verglichen wird unser unabhängiges Monitoring mit den Untersuchungen anderer Institutionen oder Gutachterbüros, die im Rahmen von Eingriffen faunistische Gutachten sowie spezielle Artenschutzgutachten erstellen. Überdeutlich wird die regelmäßig festgestellte Diskrepanz im Bereich der Gutachten im Rahmen von Eingriffsplanungen, wie z.B. von Windenergievorhaben. Hier zeigten unsere Untersuchungen regelmäßig deutlich höhere Fledermausaktivitäten (12fach höhere Werte) als die Erhebungen der von Investoren oder von Städten und Gemeinden beauftragten Büros. Auch die Anzahl betroffener und relevanter Vogelarten und deren Siedlungsdichte war signifikant höher als in den Darstellungen der Parteigutachter. 

 

Als Ergebnis sollen nicht nur die Unterschiede aufgezeigt werden, sondern Leitlinien für Methodenstandards, aber auch effiziente Ausgleichsmaßnahmen erarbeitet werden. Diese sind dann regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

 

Auch für diese Vorhaben benötigen wir eine regelmäßige finanzielle Unterstützung, die wir über Sponsoren, Spenden und Mitgliedsbeiträge einwerben.